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Donnerstag, 19 Januar 2023 08:52

Charlotte Opitz: „Habe als kleines Kind schon die Fischkönigin bewundert“

Charlotte Opitz, amtierende Fischkönigin für Sachsen und Wermsdorf, repräsentiert noch für weitere eineinhalb Jahre Sachsens Fischer- und  Anglerbranche, hier mit einem prächtigen Karpfen. EHH Fotografie Charlotte Opitz, amtierende Fischkönigin für Sachsen und Wermsdorf, repräsentiert noch für weitere eineinhalb Jahre Sachsens Fischer- und Anglerbranche, hier mit einem prächtigen Karpfen. EHH Fotografie

Oschatz, 19. 1. 2023. Charlotte Opitz fühlt sich wohl in ihrer Rolle als Wermsdorfer Fischkönigin. Nach nunmehr sechs Monaten im Amt ist sie es gewohnt, auf Abfischfesten und anderen Veranstaltungen in der Region um ihren Heimatort Oschatz herum der Hingucker zu sein. Doch nicht nur optisch verleiht sie den Festivitäten mit Kleid, Krone und Schärpe einen gewissen royalen Glanz. Sie gibt sich auch rund um das Thema Fisch und seine Zubereitung kompetent und sattelfest.

SWB: Frau Opitz, wie waren die ersten sechs Monate in Ihrem Amt als neue Sächsische und Wermsdorfer Fischkönigin?

Charlotte Opitz: Sehr aufregend! Ich war praktisch bei jedem Abfischfest in der Region dabei. Das hat sich von September bis November letzten Jahres gezogen. Jetzt in den Wintermonaten ist es wieder etwas ruhiger, sodass ich das Erlebte erst mal verarbeiten kann. Es war aber bislang eine aufregende Erfahrung, auf den Bühnen im Mittelpunkt zu stehen, wenn alle Augen auf einen gerichtet sind. Es macht eine Menge Spaß und man trifft viele nette Menschen.

Wie kamen Sie überhaupt auf die Idee, Fischkönigin werden zu wollen?

Meine Mama war vor über 20 Jahren Fischkönigin, das war 1999. Sie war damals die dritte Fischkönigin überhaupt. Ich weiß noch, dass ich immer ehrfurchtsvoll zu allen Fischköniginnen emporgeschaut habe und leuchtende Augen hatte. Da hatte man mir gesagt, ich solle das später auch mal machen. Und jetzt bin ich die 19. Wermsdorfer Fischkönigin und setzte diese Tradition in unserer Familie fort. Das macht mich schon ein bisschen stolz.

Wie muss man sich so eine Wahl als Fischkönigin vorstellen, auf dem Laufsteg oder mit einem Fragezettel zu Fischsorten und Zubereitungen?

Ich habe mich zu gegebener Zeit einfach mit einem Bewerbungsschreiben, einem Steckbrief zu mir und ein paar Bildern beim Bürgermeister von Wermsdorf für die Position beworben. Ich bin dann eingeladen worden und musste natürlich auch ein paar Fragen zu Fischen beantworten. Ich denke, ich konnte zeigen, dass ich eine gewisse Begeisterung für das Thema mitbringe, und am Ende fiel die Wahl auf mich. Es ist toll, in die Fußstapfen meiner Mutter zu treten. Nun mache ich das zwei Jahre und bin gespannt, was in meiner Amtszeit noch auf mich zukommt.

Hat man als amtierende Fischkönigin auch selber bevorzugte Fische, die man am liebsten verspeist?

Die Fische aus unserer Region, egal ob aus Wermsdorf, Torgau, Moritzburg oder einem anderen Ort mit begeisterten Fischliebhabern, schmecken alle wunderbar. Da fällt mir eine Wahl schwer. Ich freue mich auch immer, wenn ich die mobilen Fischverkaufsautos sehe mit ihren leckeren Fischbrötchen in der Auslage.
Aber so ein schöner Karpfen oder eine Lachsforelle kann mich schon begeistern, ob mit Kartoffeln und Gemüse oder auch als Fischsuppe oder Fischsalat. Das Schöne ist, dass wir hier in unserer Region auch viel Fisch selbst weiterverarbeiten und so ein Stück Tradition fortlebt. Manchmal halte ich auch gern selbst die Angel in den Teich.

Sie studieren aktuell Sozialpädagogik und Management. Planen Sie im Berufsleben auch einmal etwas mit Fisch?

Ich war als kleines Kind schon beim Horstseefischen dabei, habe die Fischköniginnen bewundert und liebe es, selbst eine zu sein. Aber beruflich werde ich mich im sozialen Bereich engagieren. Dennoch: Der Welt des Fischens und Angelns werde ich sicher mein Leben lang treu bleiben.

Gespräch: Jochen Reitstätter

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