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„Red Flag Run“ London 2018

Oldtimer-Wettfahrt in London. Oldtimer-Wettfahrt in London. Foto: PR

Zeithain, Anzeige 10.12.18. Wir waren dabei! Sven Götting und Peter Müller von der Kfz-Prüf- und Schätzstelle Zeithain, Ingenieurbüro Peter Müller, hatten die Gelegenheit, das Rennen von London nach Brighton zu begleiten. Der „London to Brighton Veteran Car Run“ ist die älteste Motorsport-Veranstaltung der Welt. Zugelassen sind nur Fahrzeuge mit einem Baujahr bis 1904. Der Ursprung des Rennens liegt in der Aufhebung des Red Flag Acts 1896. Der Red Flag Act war ein Gesetz im Vereinigten Königreich Großbritannien und Irland, das 1865 eingeführt und 1896 wieder abgeschafft wurde. Es sollte dazu dienen, Unfälle im Straßenverkehr zu vermeiden. Das Gesetz schrieb vor, dass ein Automobil mit einer Geschwindigkeit von maximal 4 Meilen/h (annähernd 6,4 km/h) fahren durfte. Es regelte weiterhin, dass jedem motorisierten Fahrzeug ein Fußgänger mit roter Flagge vorauszugehen hatte. 1896 wurde zur Feier der Aufhebung des Gesetzes erstmals die Wettfahrt von London nach Brighton veranstaltet. Die nächste Austragung fand 1927 statt, und seitdem wird die Fahrt jährlich veranstaltet, mit Ausnahme der Kriegsjahre und der folgenden Kraftstoffknappheit von 1940 bis 1947.

Das Rennen 2018 fand am ersten Sonntag im November statt und startete 6 Uhr im Hyde Park in London, begleitet von jubelnden Zuschauern und endete im Seebad Brighton nach einer Distanz von 86 km (54 Meilen). Unterwegs gab es zwei offizielle Halte. Wir fuhren in einem Bus mitten unter den  460 teilnehmenden Oldtimern. Wir sahen Besatzungen ihre Autos schieben, Ölnachfüllungen am Straßenrand und sogar Überholmanöver. Die Fahrzeuge kamen aus aller Herren Länder. Die Straßen waren von Schaulustigen gesäumt, es wurde gegrillt, und viele Zuschauer nahmen ihr Picknick am Straßenrand ein. Es herrschte bei strahlendem Sonnenschein wahre Volksfeststimmung. Besonders beeindruckte die Teilnahme dreier Hochräder, welche die gesamte Distanz in dem durchaus hügeligen Gelände ohne Fahrerwechsel zurücklegten. Welch eine sportliche Leistung! Die Fahrzeuge fuhren zum Zieleinlauf an der Seepromenade Madeira Drive, wo jeder, der vor 16.30 Uhr ankam, eine Medaille erhielt. Interessante Gespräche mit Eigentümern und Fahrern kamen hinzu. Die Popularität des Rennens wirkt sich deutlich auf die Preise der Sammlerfahrzeuge aus. Für Oldtimer, die durch ihr frühes Baujahr an dem Rennen teilnehmen können, werden in der Regel höhere Preise erzielt als für nur unwesentlich jüngere Modelle, denen eine Teilnahme verwehrt bleibt. Es war interessant, etwas über die Bewertungsmaßstäbe und die Preisbildung für die Veräußerung der Oldtimer auf internationalem Niveau zu lernen. PR
Wer näheres Interesse daran hat, kann in der Kfz-Prüf- und Schätzstelle Zeithain, Ingenieurbüro Peter Müller, Details dazu erfragen.