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Bitter is better!

Hintergrundfoto: © lev dolgachov | fotolia.com Hintergrundfoto: © lev dolgachov | fotolia.com

Selbst die großen Stars wie Gwyneth Paltrow, Sienna Miller und Claudia Schiffer haben es getan: ENTSCHLACKEN! Klingt erst mal nicht sonderlich aufregend, ist aber eine wahnsinnige Überwindung für die Psyche und den Körper. Gleich zu Beginn sei gesagt: Nicht für jeden ist eine Fastenkur geeignet. Man sollte gesund sein, sich fit fühlen und einen normalen BMI haben. Wenn das auf Dich zutrifft, kann's auch schon losgehen!  Ich habe das Experiment gewagt: Sieben Tage ohne feste Nahrung – Der Selbstversuch. Für Nicole galt es eine harte Nuss zu knacken!


Beim Entschlacken geht es allgemein darum, Giftstoffe und Schlacken aus dem Körper zu entfernen. Unser Organismus ist ständig übersäuert, insbesondere durch säurebildende Lebensmittel wie Fleisch, Eier, Zucker, Cola, Kaffee, Nikotin und anderen Genussmitteln sowie durch Stress. Diese können oftmals nicht ausreichend und nicht schnell genug über Nieren, Haut und Lunge ausgeschieden werden. Es kommt also zum „Säure-Stau“. Das ist eine Ursache dafür, dass wir uns in unserer Haut nicht wohlfühlen und schlechte Laune haben. Man ist im wahrsten Sinne des Wortes  „sauer“. Eine Entschlackungskur soll helfen, diese Gifte auszustoßen und den Organismus mit einer basischen Ernährung mit Bitterstoffen wieder zu neutralisieren. Nachtfalter hat für Euch getestet, ob und wie das Ganze funktioniert.
Als Erstes müsst Ihr die Mineralstoff-Zufuhr erhöhen, indem Ihr ca. 5-mal am Tag Obst und Gemüse esst. Danach werden die Schlacken gelöst. Durch spezielle bittere Kräuter-Tees wie Löwenzahn- , Brennnessel-, Cystus-, Ingwer- und Wermutkrauttee sowie 2 bis 3 Liter Wasser pro Tag werden die Gifte aus dem Körper geschwemmt. Außerdem ist es sinnvoll, den Körper und die Durchblutung zu aktivieren, ein bisschen Sport und heiße Bäder sollen helfen. So weit, so gut. Ich habe mir alle Mittelchen besorgt und mich ordentlich vorbereitet. Sie-ben Tage ohne feste Nahrung und nur Wasser und Tee … Das Entschlacken geht los.
 
Tag 1, 7.08 Uhr
Mit 30 Teebeutelchen im Gepäck und dem ersten Tee im Magen geht's auf zur Arbeit. Ich bin es gewohnt zu frühstücken, deswegen grummelt mein Magen jetzt schon etwas.

9.02 Uhr
Ich nutze meine Frühstückspause, um beim Supermarkt Wasser zu kaufen. Erste Belastungsprobe: Ich muss auf dem Weg zur Kasse an Keksen, Chips und Tiefkühlpizza vorbei. Ich frage mich das erste Mal, warum mach ich das hier eigentlich?!

12.49 Uhr
Zwischenzeitlich dachte ich mir, es ist gar nicht sooo schlimm. Jetzt sitze ich mit meinen Kollegen beim Mittagessen und neben mir wird ein Döner verspeist. Ich schlürfe friedlich meinen Tee, aber in mir brodelt der Hunger bis ins Unermessliche.

19.47 Uhr
Ich denke, ich habe meinen Hunger mittlerweile übergangen. Mein Bauch ist leer, aber trotzdem fühlt es sich nicht so an.  Ich habe gerade in den Kühlschrank geguckt, mich zusammengerissen und ihn wieder geschlossen. Jetzt bin ich schon etwas stolz auf mich :)

Tag 2, 5.17 Uhr
Hungrig einschlafen hatte ich mir schlimmer vorgestellt. Ich habe es einen Tag geschafft, komplett ohne feste Nahrung zu leben. Jetzt geht's in die heiße Phase. Man sagt, die ersten 2–3 Tage werden schwierig. Ich hoffe, gestern war am schwierigsten, denn ich war so kurz vorm Aufgeben, dass ich nicht weiß, ob ich das noch einmal schaffe.

11.33 Uhr
Ich hab soo einen Hunger! Meine Sinne sind langsam komplett auf Essen ausgerichtet, überall rieche ich etwas! Ich selbst fühle mich langsam wie eine Kräuterhexe, durch den ganzen Kräutertee in mir. Die 7 geplanten Tage schrumpfen auf 5.

15.05 Uhr
Mittagspause ist überlebt und merkwürdigerweise habe ich nicht einmal mehr Hunger. Vielleicht gewöhne ich mich doch langsam daran?

15.49 Uhr
Ich nehme alles zurück. Mir läuft gerade das Wasser im Mund zusammen, wenn ich an Cheeseburger, Döner und Co. denke. Aaaah!
 
21.58 Uhr
Ich liege im Bett und fühle mich eigentlich gar nicht sooo schlecht. Ich hoffe, der Hunger hält mich nicht vom Schlafen ab, obwohl er sich gerade in Grenzen hält. Meine Freunde ,unterstützen' mich regelmäßig mit Bildern von ihrem Essen, ich weiß wirklich nicht, wie lange ich das noch aushalten soll. Der Weg ist das Ziel!

Tag 3 , 9.18 Uhr
Einen wunderschönen guten Morgen! Mir geht's ganz gut, mein Magen hat sich wahrscheinlich langsam daran gewöhnt, nichts mehr zu bekommen. Ich habe nur etwas Kopfschmerzen. Vom wenigen Trinken kann es nicht sein, gestern habe ich ca 4,5 Liter zu mir genommen, was eigentlich voll im Rahmen sein müsste. Dementsprechend oft renne ich auch auf die Toilette, das nervt schon ziemlich.

12.34 Uhr
Mittagszeit. Mein Geruchssinn ist geschärft, was gerade besonders schlimm ist, wenn alle etwas Leckeres essen und ich nur meinen blöden Tee trinke. Brennnessel wird aber immer leckerer mit der Zeit. Mit Ingwer kann ich mich allerdings nicht so anfreunden.

15.54 Uhr
Beobachtungen haben gezeigt, ich gehe aller 35 Minuten zur Toilette. Das nervt mittlerweile fast mehr als der Hunger.

21.37 Uhr
Tag 3 ist fast überstanden. Nach einem heißen Bad geht es mir total gut! Vielleicht ist es Einbildung, aber irgendwie fühle ich mich leicht und beschwingt?

Tag 4 , 6.23 Uhr
Ich wache auf und denke mir „jetzt ein Keks, das wärs!“. Aber neiiiin … Tee ist lecker, lecker, lecker, rede ich mir ein.

13.27 Uhr
Nach meinem  „ausgiebigen“ Mittagessen, welches aus Salbeitee bestand, fiel es mir gar nicht mehr so schwer. Aber dadurch, dass meine Sinne geschärft sind, habe ich den Käsebrot-Geruch meiner Kollegin ununterbrochen in der Nase, obwohl ich Käse hasse.

19.56 Uhr
Ich versuche mich permanent abzulenken, um nicht an Essen zu denken. Eigentlich sollten doch nur die ersten 3 Tage schwerfallen. Morgen wäre der 5. Tag, ich überlege die ganze Zeit, den Selbstversuch doch schon nach dem 5. Tag abzubrechen. Der Gedanke, eventuell morgen Abend oder übermorgen Früh etwas essen zu können, setzt unendliche Glückshormone in mir frei.

Tag 5, 8.41 Uhr
Heute bin ich beschwingt in den Tag gestartet. Nicht nur, weil bald Wochenende ist, sondern weil heute bereits Tag 5 des Entschlackens ist. Fünf Tage ohne feste Nahrung klingt schon nach einer Hausnummer.

14.09 Uhr
Ich habe mich entschieden, mir nichts mehr vorzumachen. Ich habe Hunger. Großen Hunger. Fünf Tage reichen mir, wenn auch der Entschlackungsprozess noch nicht abgeschlossen ist … Ich höre auf.

17.37 Uhr
Ich habe alles in Bewegung gesetzt und mir erst einmal eine Pizza gegönnt. Ja, völlig falsch und schlecht für den Körper. Aber ich fand es meeega!  Was wirklich sehr überraschend ist, seit dem Geruch des Käsebrotes habe ich total Appetit auf Käse, welchen ich ja eigentlich hasste. Allgemein kann ich sagen, dass ich jetzt momentan alles essen könnte und nicht mehr so mäklig bin, außerdem schmeckt es viel intensiver. Mal sehen, wie lange es sich hält …

Übrigens hat das Entschlacken auch noch einige positive Nebeneffekte. Meine Haut ist weicher geworden und ich fühle mich wohler und bin einfach stolz auf mich, 5 Tage geschafft zu haben.