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Erst der Luxus, dann der Traumpartner

Männer träumen deutlich mehr als Frauen von Reichtum oder einem luxuriösen Leben

Eine Luxusvilla, die eigene Yacht, große Autos und ein Leben frei von finanziellen Sorgen: Fragt man die Bundesbürger danach, wovon sie träumen, drehen sich viele Antworten um materielle Dinge. Besonders häufig denken die Deutschen dabei an ein Leben im Luxus. Die Romantik – also der Wunsch, den idealen Traumpartner fürs Leben zu finden – folgt erst auf dem zweiten Platz. Zu diesem Resultat kommt eine aktuelle, repräsentative Forsa-Umfrage unter mehr als 1.600 Deutschen im Auftrag von WestLotto.
Haben die Deutschen echte Lebensträume? Und wenn ja, wie malen sie sich ihr optimales Leben aus? Diesen Fragen gingen die Marktforscher auf den Grund. Der Traum vom Luxus steht dabei für mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) auf Platz eins. Dahinter folgt der Wunsch nach dem perfekten Liebesglück und auf Platz drei der Traum von einem Leben in der Ferne. Interessant: Die Lust am Träumen ist regional unterschiedlich stark ausgeprägt. Besonders hoch ist der Anteil laut Umfrage in Hessen und Sachsen-Anhalt (mit jeweils 96 Prozent) sowie in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz (jeweils 95 Prozent) und in der Hauptstadt Berlin (94 Prozent).
„Wir wollten wissen, ob das überhaupt zusammenpasst – die als bodenständig und rational geltenden Deutschen und Träume? Unsere Ergebnisse verblüffen: Deutschland ist tatsächlich ein Land von Träumern“, kommentiert Axel Weber, Sprecher von WestLotto. Vielfach blieben die Träume aber Träume – meist, weil das nötige Kleingeld fehle. Besonders hoch ist der Anteil der aus Geldmangel geplatzten Träume in Sachsen-Anhalt (86 Prozent), Schleswig-Holstein (81) und Berlin (73). In Hamburg und Sachsen hingegen scheitert nur jeder zweite Lebenstraum an den Finanzen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 67 Prozent.
Mehr als jeder fünfte Deutsche gibt an, für die Verwirklichung seines Lebenstraums bis zu fünf Millionen Euro zu benötigen. Die Norddeutschen brauchen dafür dreimal so häufig wie der Rest der Republik zehn Millionen Euro und mehr. Das passt zum Ergebnis einer Eurojackpot-Studie aus dem Jahr 2014: Der Wunsch nach einer kostspieligen, eigenen Insel war bei den Norddeutschen besonders ausgeprägt.

djd/pt