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Dank Insta immer pleite – geht‘s noch?!

Dank Insta immer pleite – geht‘s noch?! Foto: Pixabay

Im Zeitalter der Digitalisierung ist es schwer geworden, an den tausend Angeboten der Influencer-Gemeinde einfach so vorbeizuscrollen. Nachtfalter gibt Tipps zum Sparen.

»Okay, jetzt bin ich aber wirklich mal auf Sparkurs und halte bis zum Ende des Monats die Kohle zusammen. Komme, was wolle! Aber halt. Wow! Siehst Du diese tolle Tasche auf Insta? Verdammt, dazu gibt auch noch einen Rabattcode. Shit, was soll's. So günstig bekomm ich die nie wieder, ich bestell sie mir einfach.«

Wer erkennt sich bei diesen Sätzen wieder? Es ist kein Phänomen mehr, sondern eine ausgeklügelte Marketingstrategie, mit der wir Verbraucher monatlich unsere Kohle flöten sehen, die eisernen Reserven anreißen und auf Rabbatcodes, Prozente und irgendwelche anderen Wahnsinns-Angeboten permanent reinfallen. Einmal in der Falle, gibt es kein Entkommen mehr und das Konto schrumpft immer mehr zusammen, bis wir uns am Ende nur noch Brot und Wasser leitsten könne. Geht's eigentlich noch?!

In einer Welt voller Konsumgeilheit lassen wir uns mindestens einmal im Leben anstecken und benötigen irgendein teures Teil, weil hey, das gehört zum guten Ton. Lass mal investieren, kommt mega gut an und Du fühlst Dich auch erschreckenderweise besser. Und dank Instagram und Co lässt sich dieser »Einmalkauf« dann auch gleich multiplizieren, weil wie gesagt, es ist im Angebot.

Leute wacht auf, Insta ist nicht real, Insta ist eine Scheinwelt, die Dich manipuliert und dazu anregt, den teuersten Schrott zu kaufen, obwohl man ihn eigentlich nicht braucht. Macht Geld und Eigentum wirklich glücklich? Oder sind es vielleicht ganz andere Dinge im Leben, die zählen? Nur weil Deine Lieblingsinfluencerin in der Story den krassesten Code ever für Dich hat, musst Du nicht zuschlagen. Nein! Beherrschung heißt das Zauberwort und der vielleicht größte Glücksbringer: ablehnen. Zu sparen und vielleicht auch einfach mal recherchieren, bevor Du Dir jeden unnützigen Kram kaufst. Vielleicht gibt's das Teil ja sogar noch billiger oder in günstig? Schon mal über Dupes nachgedacht?

Klar, die Verlockung ist überrragend und sicher, wir alle sind schon einmal darauf reingefallen. Darum lehne Dich zurück und denke über Dein Konsumverhalten nach.
Interessant ist auch ein Blick auf die Zahlen. Denn bei einem Kauf über einen Influencer geben wir im Schnitt 100 Euro aus. Männer greifen dabei tiefer in die Tasche als Frauen. Sie geben im Durchschnitt 131 Euro aus.

Es gibt einen Unterschied zwischen sich was gönnen und massenhaft anschaffen.  Und sich gegen die ganze »Markennennung, wegen Anzeige«-Nummer zu verschließen, ist sicher nicht gerade der einfachste Weg. Da müsste man schon komplett auf Instagram verzichten. War die App nicht mal nur für Fotos gedacht? Okay, ein Dauerwerbekanal ist daraus schneller entstanden, als  Influencer ihre Codes von den wichtigen Firmen dieser Welt erhalten, um uns zu nerven.

Darum gibt es hier den ultimativen Tipp, um das eigene Verhalten zu überprüfen und die Kohle beisammenzuhalten. Anschauen, Nein sagen, weiterscrollen, sich gut fühlen. Klappt nicht? Probier es aus. Es funktioniert, ohne Nebenwirkungen.

Und wenn Du doch mal nicht dran vorbeikommst – dann schlag halt zu. Wie bereits erwähnt. Trotzdem: Lass Dich nicht beeinflussen! Das fängt auf Insta an und steigert sich im echten Leben weiter. Tschau Influencer-Marketing, tschau swipe-up und zack gekauft. Unser generelles Kaufverhalten hat sich vollkommen verändert. Sei oldschool, unterstütze regionale Produkte und Läden, geh raus und seh echte Menschen, lass Dich professionell beraten. Glaub mir, das macht Spaß und Du denkst zweimal über Deinen geplanten Kauf nach.

Das sind unsere Ausgabe-alternativen:

Essen mit Freunden – wie kann man bitte sein Geld besser investieren, als zusammen beim Lieblingsitaliener?

Reisen – die Welt ist so groß, schau sie Dir an und genieß das Leben.

Sparen für etwas »Großes« – Auto oder Waschmaschine ist kaputt? Ein Glück hast Du noch eine Reserve auf dem Konto – man weiß ja nie …