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#Epoxidharzmöbel

#Epoxidharzmöbel Foto: Anna Thiere

Wer hat schon einmal genau darüber nachgedacht, was ein Tisch eigentlich können muss? Die meisten werden die Funktion sehen, Designliebhaber wohl eher die Optik.
Die Tische von Tom Börgmann, einem jungen Mann aus dem Elbe-Elster-Kreis, vereinen beides. In die Platten sind oft ganze Geschichten eingegossen. Diese kleinen oder großen Kunstwerke, die Natur- mit Trendmaterial verbinden, sind alles andere als Möbel von der schwedischen Stange!

Schon als Kind war Holz sein bevorzugter Werkstoff und er probierte sich an vielem, was man täglich gebrauchen kann, aus. Tom hat sein Hobby immer weiterverfolgt, stetig dazugelernt und mit der Zeit perfektioniert. Mit viel Fingerspitzengefühl, technischem Wissen und Kreativität schafft er nun den Spagat zwischen Funktionalität und Kunst. »Man kann im Grunde alles verarbeiten«, erzählt Tom.  »Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.« Das Zauberwort heißt momentan aber »Epoxidharz«. Die flüssige Masse entsteht aus zwei Komponenten, die durch eine chemische Reaktion vollständig aushärten und alles konservieren, was sie umschließen. Dabei ist die Farbe, die Form oder die Größe völlig frei wählbar. Vom kleinen Beistelltischchen bis zur Tafel für mehrere Personen ist alles machbar.Toms Vision ist ganz klar: Tische für die Ewigkeit zu schaffen. »Heutzutage ist es eher Mode, nicht mehr darauf zu achten was man hat, sondern wie viel. Die Wertigkeit dessen, was man besitzt, rückt völlig in den Hintergrund«, gibt er zu bedenken. Das möchte er ändern. Alles, was er für seine Tische verwendet ist natürlich »gewachsen«. Er verarbeitet von der Wurzel bis zum Blatt alles, was ein Baum zu bieten hat. Dabei legt er viel Wert darauf, dass der Baum schon tot ist, beziehungsweise nicht für diese Verwendung gefällt werden muss. »Ich nutze gerne Altholz, Reste von Baumverschnitt, oder was man in Wald und Flur findet«, erzählt Tom. »Normales Epoxidharz an sich ist ja ein künstlicher Stoff. Es gibt allerdings Hersteller, die ihn auf pflanzlicher Basis herstellen. Ich strebe an, auf längere Sicht mit diesem natürlichen Harz zu arbeiten.«
Kunden haben übrigens auch die Möglichkeit, gegebenenfalls auch kleine Erinnerungsstücke mit eingießen zu lassen. Wenn er einen Tisch beginnt, hat er ein Bild im Kopf, wie dieser fertig aussehen soll. »Der Rest entsteht dann, während ich an dem Tisch arbeite. Ich ordne zum Beispiel Holzscheiben in der Form an, arrangiere sie, bis es mir gefällt und wenn alles stimmt, kommt das Harz darüber.« Nach einigen Tagen ist die Platte hart, wird geschliffen, bis sie glänzt und dann »macht« Tom ihr »Beine«. Auf, dass daran Jahrzehnte lang gegessen und gelebt werden kann!

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Instagram: astloch_tische

Text: Anna Thiere