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NACHTFALTER will's wissen: Wie bewusst kauft Ihr ein?

NACHTFALTER will&#039;s wissen: Wie bewusst kauft Ihr ein? Foto: Pixabay

Kaufst Du Lebensmittel gezielt aus Deiner Region? Wenn ja, wieso und wo?
Belina Rosch, 19: Meine Familie und ich versuchen schon seit einigen Jahren weitgehend regional einzukaufen. Zum einen fallen unnötige Transportwege von Importwaren weg und zum anderen gehört es, finde ich zu einem gesunden Lebensstil dazu, regional und saisonal einzukaufen.
Vieles bauen wir selber im Garten an, wenn man jedoch nicht so viel Platz hat, bekommt man frisches Obst oder Gemüse vom Gärtner nebenan oder auf dem Wochenmarkt in Torgau. Man kann aber auch einfach beim Einkaufen im Supermarkt auf den Herkunftsort achten und eher die Ware aus der eigenen Region kaufen.
Wir achten aber auch bei Wurst, Fleisch oder Milchprodukten darauf, woher es kommt. Wenn wir daher mal Wurst oder Fleisch kaufen, dann beim ortsansässigen  Fleischer. Milchprodukte kaufen wir am liebsten beim Milchhof Zinna oder bei der Hofmolkerei Bennewitz. Dort bekommt man eigentlich alles, was das Herz begehrt, wie zum Beispiel Milch, Butter, Joghurt oder Käse. Qualitativ sind die Produkte viel besser als herkömmliches aus dem Kühlregal, zudem ist es auch umweltfreundlicher. Für so viel Mühe bezahlt man natürlich auch gerne etwas mehr und lernt dadurch statt in Massen in Maßen zu konsumieren und zu genießen, vor allem wenn man weiß, dass man Gutes für die Umwelt tut.

Belina Rosch, 19 Jahre:
Drei Dinge aus Plastik, auf die Du nicht verzichten kannst/willst:
Zahnbürste und Verpackungen aus Plastik bei Make-up oder Pflegeprodukten
Wie viele Deiner Einkäufe tätigst Du online?
Da ich gerne shoppen gehe, kaufe ich kaum online ein.
Welche Gewohnheit würdest Du einschränken, um Deinen ökologischen Fußabdruck zu verringern?
Ich würde gern weniger Auto fahren, also vielleicht öfters das Fahrrad für kurze Strecken nehmen.

 

Spielt es für Dich eine große Rolle, ob Kosmetikartikel vorwiegend natürliche Inhaltsstoffe aufweisen oder achtest Du nicht darauf?
Eva Angermann, 18: Es ist mir und meiner Familie schon lange wichtig, was wir kaufen und wie es hergestellt wird, denn alles, was wir konsumieren sei es Essen oder Kosmetik, landet später in unserem Organismus.
Da ist es dementsprechend wünschenswert, dass all das natürlich ist und mich nicht unabsichtlich negativ beeinflusst. Schließlich sind wir ständig  Umwelteinflüssen ausgesetzt, an denen wir nichts ändern können, dann ist es mir doch gerade wichtig, dass ich, wo ich Einfluss nehmen kann, den auch auszunutzen. Ich muss den Anteil an Mikroplastik in meinem Körper nicht durch Benutzen billiger Schminke fördern. Aber ich kann es genauso verstehen, wenn man nicht drauf achtet, weil man das Resultat von Produkten anderer Herstellung präferiert. Ich werde bei meiner Mascara auch schwach und nehme mein all-time favourite von Catrice. Nobody is perfect, die kleinen Schritte zählen.

Eva Angermann, 18 Jahre:
Drei Dinge aus Plastik, auf die Du nicht verzichten kannst/willst:
Ich könnte auf jedes Produkt aus Plastik verzichten, solange ich gleichwertigen Ersatz habe. Nicht verzichten könnteich auf mein E-Auto, weil ich sonst nicht zur Schule komme.
Wie viele Deiner Einkäufe tätigst Du online?
50/50
Welche Gewohnheit würdest Du einschränken, um Deinen ökologischen Fußabdruck zu verringern?
Alle möglichen elektronischen Geräte eingesteckt zu lassen. Mehr regional und saisonal kaufen.

 

Bist Du bereit, mehr Geld für Artikel auszugeben, die weniger umweltbelastend sind?
Rebecca Brendler, 18: Ja, auf jeden Fall. Ich kaufe mir lieber Dinge, die etwas mehr Geld kosten, die ich dann aber länger verwenden kann. Billige Wegwerfprodukte sind oftmals nicht nur von schlechter Qualität, sondern belasten eben auch unsere Umwelt. Deshalb benutze ich zum Beispiel Abschminkpads aus Stoff, die ich nach jeder Anwendung kurz abwasche und dann sehr oft wiederverwenden kann. Meine Zahnbürste ist beispielsweise aus Bambus und hat ein bisschen mehr als eine Plastikzahnbürste aus dem Drogeriemarkt gekostet, allerdings nutzt sich diese nicht so schnell ab und ist zudem auch noch biologisch abbaubar. Wenn sie dann also nicht mehr zu gebrauchen ist, kann ich sie einfach entsorgen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Alles in allem denke ich, dass es nur vorteilhaft ist, ein paar mehr Euro für umweltfreundlichere Produkte zu bezahlen.

Rebecca Brendler, 18 Jahre:
Drei Dinge aus Plastik, auf die Du nicht verzichten kannst/willst:
Zahnpasta aus der Tube
Wie viele Deiner Einkäufe tätigst Du online?
Fast keine, ich probiere Kleidung lieber im Laden.
Welche Gewohnheit würdest Du einschränken, um Deinen ökologischen Fußabdruck zu verringern?
Das Auto stehen lassen und öfter mit Bus und Bahn fahren, weniger verpacktes Obst und Gemüse kaufen, nur noch Strohhalme aus Papier oder Glas verwenden, nicht mehr
mit dem Flugzeug reisen, kein Duschgel/Shampoo aus der Plastikflasche benutzen, Kleidungsstücke oder elektronische Geräte öfter aus 2. Hand kaufen.

 

Kann man in unserem Alter auch auf Nachhaltigkeit achten, obwohl man zu Hause wohnt und keinen eigenen Haushalt führt?
Lennart Langer, 17: Ich denke, gerade wenn man noch  mit seinen Eltern in einem Haushalt wohnt, kann man sein Leben nachhaltiger gestalten.
Zwar kann man schlecht die Isolierung des Hauses beeinflussen und auch über die Zimmertemperatur sowie die Auswahl der Lebensmittel oder das nächste Reiseziel  ist man nicht alleiniger Herr, dennoch gibt es reichlich Möglichkeiten, seinen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.
Schließlich hindern die Eltern einen wohl kaum mit dem Fahrrad zu fahren, statt sich bringen zu lassen und wenn man seine Duschzeit einschränkt, um Wasser und Energie zu sparen, sind sie die letzten, die sich darüber beschweren würden.
Und lebt man in einem Haushalt mit mehreren Personen, bietet sich einem die wunderbare Chance, andere von einem umweltbewussteren Leben zu überzeugen. So findet man bei uns im Haushalt z.B. keine palmölhaltigen Produkte mehr, Gemüse wird in wiederverwendbaren Tüten gekauft, Wurst und Fleisch haben einen immer kleineren Anteil am Speiseplan und mittlerweile ist das Fahrrad auch im Winter Mittel der Wahl, wenn Wege in der Stadt zu erledigen sind.
Diese und viele weitere kleine Veränderungen im Alltag haben letztlich eine verhältnismäßig große Wirkung. Diese Wirkung können wir noch weiter verstärken, wenn wir nicht nur uns, sondern auch unsere Familien zu einem nachhaltigeren Umgang mit der Umwelt bewegen.

Lennart Langer, 18 Jahre:
Drei Dinge aus Plastik, auf die Du nicht verzichten kannst/willst:
Duschbad in Flaschen, hygienische Verpackung von Nahrungsmitteln
Wie viele Deiner Einkäufe tätigst Du online?
sehr selten … 5 % online
Welche Gewohnheit würdest Du einschränken, um Deinen ökologischen Fußabdruck zu verringern?
Ich wäre bereit, auf extrem unökonomische Importe wie Shrimps zu verzichten und weniger Fleisch zu essen.

Umfrage: Lea Sikorsky