<< Zurück zu Elbland24.de

Zwischen #yolo und #fomo

Zwischen #yolo und #fomo Foto: Adobe Stock

Weg von Fast-Fashion und her mit langlebiger Qualität
Die Generation Y polarisiert sein einigen Jahren und setzt in der hiesigen Gesellschaft neue Maßstäbe, besonders in der Arbeitswelt. Der Nachtfalter hat bereits in einer älteren Ausgabe darüber berichtet. Viele können sich mit dieser »Andersheit« bis dato nicht identifizieren oder sich gar darauf einstellen, da kommt bereits ein neues Phänomen aus dem Boden gewachsen und stellt alles auf den Kopf: die Generation Z! Sie bezeichnet die zwischen 2000 und 2010 Geborenen. Auf den ersten Blick scheinen die beiden Generationen viel gemeinsam zu haben, doch ein kleiner, aber wichtiger Unterschied  sticht augenscheinlich heraus. Es ist tatsächlich die Vernunft. Eine Werteverschiebung findet statt und die traditionelle Vorstellung vom Leben rückt drastisch in den Vordergrund. Die Geborgenheit der Familie als Rückzugsort erfährt eine große Wichtigkeit und beschreibt das Leben außerhalb der digitalen Welt. Nichtsdestotrotz findet das Erleben in einer digitalen Welt statt, was die Entscheidungsfindung durch vollkommene Überforderung nicht gerade einfach macht. Hinzu erscheint eine maximale Unverbindlichkeit bei Jobs oder Dates inklusive einem enormen Leistungsdruck. Jemand ist immer besser und das bringt die eigenen getroffenen Entschlüsse zum Wackeln.
Ein Leben zwischen #yolo und #fomo ist kon-trastreich. »You only live once« stellte das oberste Motto der Generation Y dar, während die Gen Z den Satz »Fear of missing out« dem Ganzen eine ordentliche Portion Druck aufsetzt. Die Angst, etwas zu verpassen, steuert die Leichtigkeit des Lebens direkt gegen eine harte Wand des Scheiterns. Schuld daran: auf jeden Fall Smartphone und Co.! Eine Informationsflut an 24 Stunden, in sieben Tagen in der Woche kann den eigenen Fokus verlagern und bringt die Gen Z gehörig durcheinander.
Doch während eine Komplett-Überforderung des Alltags stattfindet, hält sich die Gen Z auch etwas ganz deutlich vor Augen: Das bewusste und nachhaltige Konsumieren. Alle reden vom Klima, fordern von Wirtschaft und Politik eine Wende. Doch wie kann ein einzelner Privatmann wirklich etwas dazu beitragen? Durch einen bewussten Lebensstil kann jeder seine CO2-Emissionen bereits heute um rund ein Drittel senken. Das weiß die Gen Z ganz genau, informiert sich darüber, protestiert laut auf der Straße und ändert viele Gewohnheiten, um ein Teil der Veränderung zu sein. Dazu gehören Ernährung, Mobilität und Freizeitbeschäftigung.

Doch wie sehen solche Tipps genau aus?

Einkaufen bedeutet, sich für umwelt- und sozialverträglich hergestellte Produkte zu entscheiden.  In diesem speziellen Fall hat die konventionelle Modeindustrie absolut ausgedient. Nachhaltig hergestellte Produkte stammen seltener aus Massenproduktion. Die Rohmaterialien der Produkte sind oft hochwertiger als die von konventionellen und daher robuster und langlebiger. Weil faire Löhne gezahlt werden, können die Produkte sauber verarbeitet werden und haben deshalb häufig eine bessere Qualität. Von nachhaltigen Produkten hast du länger etwas und hochwertige Produkte kosten meist etwas mehr als Massenware – und du kaufst dadurch im besten Fall weniger Neues. Fast Fashion funktioniert bei der Generation Z nicht mehr. Ein ganzheitlich gesunder, nachhaltiger, umweltbewusster und fairer Lebensstil steht hoch im Kurs, ganz nach dem Motto: Weg von der Kurzlebigkeit vieler Klamotten. Mehr Qualität statt Quantität schreibt sich die Gen Z auf die Fahne und das alles hat nur eins zu bedeuten: Die Zukunft und sogar die gesamte Gesellschaft wird sich dadurch maßgeblich und nachhaltig verändern. Go Generation Z!

Text: Frances Wendt