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Aus der Garage zum Firmenkonsortium

Am Montag, dem 22. Oktober, wurde die Firma Dorow und Sohn KG als Unternehmen des Jahres geehrt. Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (l.) übergab verschiedene Geschenke an den Gründer Hartmut Dorow (2.v.r.) und seinen Söhnen, René und Raimo. Am Montag, dem 22. Oktober, wurde die Firma Dorow und Sohn KG als Unternehmen des Jahres geehrt. Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (l.) übergab verschiedene Geschenke an den Gründer Hartmut Dorow (2.v.r.) und seinen Söhnen, René und Raimo. Foto: SWB/P. Willnecker

Oschatz.  Am vergangenen Montagabend wurde die Firma Dorow und Sohn KG vom Stadtrat der Großen Kreisstadt Oschatz zum Unternehmen des Jahres 2018 gewählt. In seiner Laudatio betonte Andreas Kretschmar, Oberbürgermeister der Stadt Oschatz, dass als Erfolgsrezept die Bodenständigkeit, hinter dem die ganze Familie steht, angeführt werden kann. Die Geschichte eines der größten Oschatzer Unternehmens begann einst mit einem interessanten Garagen-Projekt. Heute leuchtet der blau-weiße Schriftzug auf vielen Fahrzeugen auf der Straße und der Schiene. Das Garagen-Projekt entwicklete sich zu einem überregional tätigen Firmenkonsortium. Die Erfolgsgeschichte von Firmengründer Hartmut Dorow und seinen Söhnen René und Raimo ist unmittelbar mit der spannenden Zeit der Friedlichen Revolution in Oschatz im Jahr 1989 verbunden. Die DDR-Wirtschaft brach zusammen, von heute auf morgen war alles ganz anders. Wie die soziale Marktwirtschaft funktoniert, musste Familie Dorow erst lernen. Kurz nach dem Mauerfall suchte sich Hartmut Dorow im Westen einen Partner, der ihm mit Rat und Tat und vor allem Material zur Seite steht, und wurde bei Helmut Ernst von der Firma Lotter fündig. Auch danach verlor Dorow keine Zeit und begann im Juli 1990, ausgestattet mit einer Schreibmaschine und Sackkarre sowie einer Idee, welche sich zu einem Geschäftsmodell für die Zukunft entwickeln kann, in einer Garage. Dorow verkaufte Flüssiggas, welches in Dahlen auf dem Bahnhof angeliefert und auf Tankwagen umgeladen wurde. Sein zweites Standbein wurde der Vertrieb von Armaturen, Sanitärausstattungen und Rohren aller Größen. Seinerzeit fuhren Hartmut und René Dorow per Lkw über die einspurige A 72 und verstopfte Landstraßen nach Ludwigsburg, um Material zu holen. Es folgten weitere Meilensteine der Firmengeschichte. Die Garage wurde schnell zu klein, das junge Unternehmen zog in das Agrarchemische Zentrum am Bahnhof. 1993 wurden an der B 6 in Lonnewitz die ersten Gewerbeflächen erschlossen, 1994 öffnete die beliebte Bäderausstellung am Ulanenweg. Am 2. November 1993 wurde der neue Firmensitz eingeweiht, damals arbeiteten 51 Mitarbeiter im Unternehmen. Weitere Investitionen folgten, Lagerflächen wurden im Laufe der Jahre erweitert. 1996 wurde eine Stahlhalle errichtet und neue Geschäftsfelder rund um das Dachsortiment erschlossen. 2003 kam der Werkstatt- und Industriebedarf hinzu, Außenstellen und Fachmärkte wurden eröffnet, Firmen dazugekauft. Heute stehen 180 Mitarbeiter in Lohn und Brot, davon
21 Auszubildende. Die Firma Dorow steht auch dafür, Vereine wie die Lebenshilfe oder den FSV Oschatz und Projekte in der Region zu unterstützen. Zielstrebigkeit und Kontinuität gehören zur Firmenphilosophie. PR/HL