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Freisprechung der Jungfacharbeiter der Kreishandwerkerschaft Meißen

53 Jungfacharbeiter der Kreishandwerkerschaft Region Meißen konnten zur Feierstunde ihre wertvollen  Gesellenbriefe entgegennehmen. 53 Jungfacharbeiter der Kreishandwerkerschaft Region Meißen konnten zur Feierstunde ihre wertvollen Gesellenbriefe entgegennehmen. Foto: Peter Noack

Meißen. Lucie Meier durfte zum ersten Mal als Jungfacharbeiterin die Zunftkerze entzünden. Michael Mauersberger als Meister der Tischlerinnung hatte die junge Dame auf die Bühne geholt, um die Weitergabe der Handwerkertraditionen an kommende Generationen zu demonstrieren.

Schließlich konnten 53 Jungfacharbeiter der Kreishanderwerkerschaft Region Meißen ihre wertvollen Gesellenbriefe, oder offiziell „Facharbeiterzeugnisse“, im feierlichen Rahmen entgegennehmen. Die Organisatoren hatten an der Traditionsveranstaltung im historischen Meißner Hotel „Burgkeller“ festgehalten. Selbstverständlich mussten besondere Hygieneanforderungen erfüllt werden. Deshalb durften Angehörige und Vertreter der Ausbildungsbetriebe leider nicht teilnehmen. Der junge Tischler Ole Jacob nahm stellvertretend für alle Jungfacharbeiter die symbolische letzte Ohrfeige von Tischlermeister Michael Mauersberger entgegen. Mit diesem Akt ist er offiziell in den Kreis der Handwerksgesellen aufgenommen und darf nie wieder von einem Meister geschlagen werden. „Aber seien Sie mal ehrlich, haben Sie in Ihrer Ausbildung alles aus sich herausgeholt und haben jede Möglichkeit genutzt, sich Wissen anzueignen?“, fragte Kreishandwerksmeister Peter Liebe alle Jungfacharbeiter. Der gerademal ausreichende Notendurchschnitt bei der Mehrzahl der frisch gebackenen Handwerker lässt daran Zweifel aufkommen. Aber es ist eine Feier für die Jungfacharbeiter, die durchgehalten und schließlich die Prüfungen bestanden haben. Darauf können die jungen Leute stolz sein. Mit einer schlichten Volksweisheit brachte Andreas Herr, zweiter Beigeordneter des Landkreises Meißen, nach seinen Glückwünschen in seiner Festrede die Leistungen der Jungfacharbeiter auf den Punkt: „Es ist ein schlechter Arbeitsmann, der nicht vom Handwerk reden kann. Ihr Gesellenbrief ist nicht nur der Beweis, dass Sie über das Handwerk reden können, sondern dass Sie es auch ganz gut verstehen. Und genau darum geht es: Unser Wohlstand basiert nicht auf den Mundwerkern, sondern auf den Handwerkern.“ Mit dem besten Abschluss konnte Lisa Peuker ihren Gesellenbrief in Empfang nehmen. Sie hat in der Bäckerei Brade GmbH Riesa gelernt und mit der Note eins mit 93 Punkten abgeschlossen. Die weiteren Besten des Jahrgangs sind mit Note 2 der Fleischer Bruno Gawalkski, die Friseurin Mara Erdmann, die Bäckerin Annabella Ligresti und die Fleischereifachverkäuferin Jennifer Fleischer. Peter Noack