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Acht Jahre hörpunkt in Oschatz

Das Team von hörpunkt Hörsysteme Bernd Stammwitz in Oschatz. Das Team von hörpunkt Hörsysteme Bernd Stammwitz in Oschatz. Foto: PR

Oschatz. Fast nichts ist schnelllebiger als Technik. Das bestätigt auch Bernd Stammwitz, Hörakustik-Meister mit Blick auf die neusten Innovationen im Bereich der Hörgeräte-Technologien der Stunde. Im Gespräch mit ihm wird klar, dass sich mit dem rasenden Fortschritt auch die Branche entwickeln muss – und das fordert seit acht Jahren viel Aufmerksamkeit und Leidenschaft von ihm und seinen Mitarbeitern.

SWB: Herr Stammwitz, Sie sind mit Ihrem hörpunkt-Hörgerätefachgeschäft ja nun schon fast acht Jahre in Oschatz. Wie gut laufen die Geschäfte?
Herr Stammwitz: Das Fachgeschäft ist seit Beginn an sehr gut angenommen worden und wir haben jetzt einen recht großen Kundenstamm. In unserem Geschäft in Oschatz (gegenüber der Volksbank) sind wir mittlerweile drei Meister der Hörakustik, was den Erfahrungsaustausch sehr erleichtert und wovon auch der einzelne Kunde Vorteile hat.
In Gröditz sind wir nun seit drei und in Waldheim seit sechs Jahren. Auch hier haben wir eine sehr positive Resonanz, denn nun ist endlich auch ein Akustiker vor Ort, was weite Wege erspart.
Wie hat sich die Hörgerätetechnik in den letzten Jahren entwickelt?
Die Technik hat sich enorm entwickelt. Leistungsfähigere Chips erlauben eine vielfach höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit und weitere Miniaturisierung der Hörgeräte. Diese erkennen sehr viele Hörsituationen selbstständig und stellen sich vollautomatisch auf die jeweilige akustische Umgebung ein.
Neben einem zunehmend natürlichen Klang haben die Geräte je nach Technikstufe auch Zusatzausstattungen. Zum Beispiel ermöglicht die Übersetzungsfunktion, dass Sie die Fremdsprache Ihres Gesprächspartners auf Deutsch im Hörgerät empfangen. Ältere Menschen können von einem eingebauten Sturzsensor profitieren, welcher bei einem Sturz des Hörgeräteträgers vorher ausgewählte Personen per Mobilfunk benachrichtigt. Das sind aber nur einige Beispiele.
Zunehmend nutzen unsere Kunden gerne Geräte mit Akku, weil der Batteriewechsel entfällt. Das ist nicht nur eine Frage der Bequemlichkeit, sondern hat bei eingeschränkter Fingerfertigkeit enorme Vorteile.
Was bieten Sie sonst noch an?
Zum Beispiel die jederzeitige Wartung und den Service der Hörgeräte. Es wird häufig unterschätzt, dass nach dem Kauf der Hörgeräte eine ständige Betreuung erforderlich ist. Wenn dann der Akustiker weit weg ist, kann das sehr anstrengend sein.
Wir bieten auch Hausbesuche an. Für Akustiker aus Döbeln oder Riesa, die hier auch werben, ist das eher schwierig. Übrigens: Sich auf die professionelle Werbung im Internet einzulassen, kann ich nur abraten. Was dort angeboten wird, können wir mit Sicherheit auch – und wir sind vor Ort.
Ein weiteres Feld ist die Tinnitusbehandlung. Auch hier können wir gute Erfolge verzeichnen. Weiterhin bieten wir die Anfertigung von individuellem Gehörschutz an. Sei es für den Lärmarbeitsplatz oder auch für den Ehepartner als Schlafplastik, was sich recht positiv auf die Lebensqualität auswirken kann.
Wie hat sich die Pandemie bei Ihnen ausgewirkt?
Ich denke, wir waren zunächst alle etwas verunsichert. Wir haben aber zeitnah entsprechende Konzepte erstellt, um unsere Kunden und unsere Mitarbeiter möglichst optimal zu schützen und die Kunden trotzdem betreuen zu können.
So habe ich zum Beispiel hochwertige Luftfilteranlagen für alle drei Filialen beschafft, welche nahezu alle Luftverunreinigungen beseitigen. Damit bieten wir einen optimalen Schutz. Ich habe den Eindruck, dass diesbezüglich noch viel zu wenig getan wird, denn wer hat das sonst noch?
Der Umsatz ist zunächst zurückgegangen. Jetzt erleben wir aber das Phänomen, dass Kunden sagen: „Der Urlaub ist ausgefallen, größere Feiern auch. Jetzt gönne ich mir höherwertige Hörgeräte.“ Das hilft uns natürlich, die Verluste teilweise auszugleichen.
Wie halten Sie es in diesem Jahr mit Weihnachtsgeschenken?
Nicht wie sonst. In diesem Jahr habe ich für eine Schule für Gehörlose in Myanmar gespendet. Diese Kinder sind doppelt benachteiligt. PR