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Neue Sonderausstellung – Geschichte von Kriegsgefangenen im DIZ Torgau

Torgau. Am Dienstag, dem 10. September, um 19 Uhr lädt das Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Torgau zur Eröffnung der Sonderausstellung „Italiener in deutscher Kriegsgefangenschaft 1943–1945. Italien und Deutschland – für eine gemeinsame Politik der Erinnerung“ ein. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Die Ausstellung kann kostenfrei bis zum 12. Januar 2020 im DIZ Torgau besucht werden. Anhand von Erinnerungsstücken und Originaldokumenten erzählt die Ausstellung die Geschichte der italienischen Kriegsgefangenen. Auch in Torgau wurden italienische Soldaten gefangen gehalten. Der Beginn des Zweiten Weltkriegs durch das nationalsozialistische Deutschland am 1. September 1939 jährt sich in diesen Tagen zum 80. Mal. Das DIZ Torgau nimmt den Jahrestag zum Anlass, die wenig bekannte Gruppe der italienischen Kriegsgefangenen in den Blick zu rücken. Die Ausstellung stammt von dem italienischen Nationalverband der ehemaligen Kriegsgefangenen (ANRP) in Rom. Sie wurde bisher nur an wenigen Orten in Deutschland gezeigt. Die italienischen Soldaten galten den Nationalsozialisten als Verräter. Gerieten sie in Gefangenschaft, wurden sie nicht als Kriegsgefangene angesehen. Stattdessen erhielten sie den Status von „Militärinternierten“. Er bedeutete eine verschärfte, völkerrechtswidrige Form der Gefangenschaft. Die Behandlung der „italienischen Militärinternierten“ war deshalb besonders schlecht.

SWB