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Kriegsende in Oschatz

Oschatz. Wie war das damals zum Ende des Zweiten Weltkrieges, als die Stadt Oschatz kapitulierte und  am 26. April 1945 die Amerikaner auf dem Neumarkt auftauchten? Und was empfanden die Oschatzer, als kurz darauf  am 5. Mai 1945 die  russische Sowjetarmee  das Kommando in Oschatz von den Amis übernahm? Der Panzergrenadier Erhard Kaasche ist als gebürtiger Oschatzer wohl einer der letzten Zeitzeugen, die  das Kriegsende miterlebt haben. Zu diesem Zeitpunkt wurde der damals 20-Jährige als Kriegsverwundeter im Lazarett Oschatz (heute Thomas-Mann-Gymnasium) verarztet und bekam genau am 2. April 1945 seine Entlassungspapiere aus der Wehrmacht vom Oschatzer Kampfkommandanten ausgehändigt. Ein Eintrag in seinem Soldbuch beweist das. Der stellvertretende Vorsitzende des Oschatzer Geschichts- und Heimatvereins Gerhard Polster knüpfte im vergangenen Jahr den Kontakt zu Erhard Kaasche, der mittlerweile 95 Jahre alt ist und in Hoyerswerda lebt. Kaasche wird mit seinem Sohn und seinem Enkel am Montag, dem 30. März, in die Klosterkirche kommen und ab 15 Uhr einen öffentlichen Vortrag halten. Dazu laden der Seniorenkreis der evangelischen Kirche und der Oschatzer Geschichts- und Heimatverein e.V. gemeinsam ein.

Kaasche wird berichten, welche Vorsichtsmaßnahmen er beim Einzug der Amis getroffen hatte. Und er wird in der Klosterkirche u.a. erzählen, wie er sich vor den Sowjetsoldaten versteckt hat. Der Vortrag beginnt am 30. März um 15 Uhr in der Klosterkirche. Der Eintritt ist frei. SWB