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Torgau baut Helfernetzwerk für Hilfsbedürftige auf

Romina Barth. Romina Barth. Foto: TZ

Torgau. Die Ausbreitung des Corona-Virus spitzt sich weiter zu. Solidarität ist deshalb gerade in der aktuellen Situation wichtiger denn je.
Die Stadtverwaltung Torgau arbeitet daher intensiv am Aufbau eines Helfernetzwerkes. Sowohl Helfer als auch Hilfsbedürftige können sich über dieses Netzwerk melden, entweder per Internet über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch über die Nummer 7481090. Hier laufen von Montag bis Freitag, jeweils  8 bis 16 Uhr, alle Drähte zusammen. „Haben Sie keine Scheu, sagen Sie uns, wenn Sie Hilfe benötigen, weil Sie das Haus nicht verlassen können“, erklärt Oberbürgermeisterin Romina Barth. Gern sind die Helfer beim Einkauf behilflich oder holen zum Beispiel Rezepte beim Arzt ab und lösen diese in den Apotheken ein. Neben den Stadtmitarbeitern, die hier natürlich als Helfer tätig werden, können sich auch Bürger melden, die helfen wollen. Über die Verwaltung werden dann die entsprechenden Kontakte vermittelt. „Wir sind für jeden, der hier aktiv wird, äußerst dankbar“, sagt das Stadtoberhaupt, stellt aber auch noch einmal klar, dass es für diese Hilfsdienste keine Entlohnung geben kann. Seit vergangenen Mittwoch trat die Allgemeinverfügung mit Maßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie in Kraft. Der Schulbetrieb an Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft wurde eingestellt, Kindertagesstätten bleiben bis einschließlich der Osterferien (17. April) geschlossen.
Es finden kein Unterricht und keine sonstigen schulischen Veranstaltungen statt. In Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege und heilpädagogischen Kindertageseinrichtungen entfallen die Betreuungsangebote. Für Eltern, die beide zu bestimmten Berufsgruppen der sogenannten Kritischen Infrastruktur (KRITIS) gehören, wird eine Betreuung der Kinder in der Grundschule durch die Lehrer sichergestellt. Die Einordnung, welche Berufsgruppen zur KRITIS gehören, nimmt das Sächsische Kultusministerium vor.
Die schriftlichen Prüfungen an der Fachschule, Fachbereich Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege werden im vorgesehenen Zeitraum vom 23. März bis zum 3. April 2020 durchgeführt, sofern die jeweilige Schule personell und räumlich eine sichere Durchführung auch hinsichtlich eines angemessenen Infektionsschutzes gewährleisten kann. Ist eine sichere Durchführung der Prüfung nicht möglich, findet die schriftliche Prüfung im Prüfungszeitraum vom 10. Juni bis 26. Juni 2020 statt. Klassenfahrten ins In- und Ausland sind bis zum Schuljahresende abzusagen.
Klassenfahrten in Sachsen sind zunächst bis zu den Osterferien abzusagen, danach gibt es eine neue Bewertung der Lage. Bis auf Weiteres dürfen auch keine neuen Klassenfahrten vertraglich abgeschlossen werden, unabhängig davon, wann diese stattfinden sollen. Die Stornierungskosten für Klassenfahrten werden vom Freistaat Sachsen übernommen. Außerschulische Veranstaltungen wie Wettbewerbe, Olympiaden, Stipendienfahrten, Betriebspraktika, Schüler- und Lehreraustausche und Lehrerfortbildungen werden bis Ende des Schuljahres abgesagt bzw. sind abzusagen. SWB

■    Mehr Informationen: https://www.staatsregierung.sachsen.de/coronavirus-in-sachsen-6910.html