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Pfeffermühle und Aschenbrödel

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel kommt nach Torgau. Drei Haselnüsse für Aschenbrödel kommt nach Torgau. Foto: PR

Torgau, 25. Dezember 2020 Im Kulturhaus Torgau werfen zwei Veranstaltungen im Dezember bereits ihre Schatten voraus, sofern die Coronabestimmungen eine Austragung zulassen. Die Leipziger Pfeffermühle erzählt am Freitag, dem 18. Dezember, ab 20 Uhr, unter dem Motto „Ach wie gut, dass niemand weiß …“ Fake News – also Märchen. Es war einmal ein Land, in dem Milch und Honig flossen. Es herrschte Wohlstand und Zuversicht. Was wird sein? Können Hänsel und Greta mit ihrem Elektromobil nach 27 km Volllastfahrt im Hambacher Forst ohne Plastik-Navi ein Baumhaus mit Schnellladestation finden? Kann „Tischlein deck dich“ verpackungsfrei, nachhaltig, antialler-
gen, vegane Trennkost servieren? Finden die „Best Ager-Bremer Stadtmusikanten“ noch eine bezahlbare WG im gentrifizierten Altstadtbezirk der Hansestadt? Verträgt sich die Rannschmeiße eines schleimigen Lüstlings an eine freizeitgestresste, GKS (Goldene Kugelsyndrom) leitende Schönheit noch mit der #me too-Debatte? Ist Hans im Glück vielleicht bald derjenige, der durch mehrere Verbots-Eskalationen seinen Mercedes-SUV gegen ein paar fair produzierte Trekkingsandalen eintauschen muss? Müssen Herr Fischer und seine Frau mit ihren Anträgen zu Energiewende, Klimaneutralität, Gendergerechtigkeit und CO2 freien Fußabdruck nicht konsequenterweise wieder zurück in den alten Pott? Kann uns unser Bildungssystem das Gruseln lehren? Und ist mit der Widerspruchslösung zur Organspende Jens Spahn am Ende gar Gevatter Tod? „Ach wie gut, dass niemand weiß …“
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, das Musical für Kinder ab fünf Jahre, gastiert am Sonntag, dem 20. Dezember, 16 Uhr in Torgau.Täglich wird Aschenbrödel von ihrer Stiefmutter und Stiefschwester ungerecht behandelt. Da hilft nur die Flucht in den Wald! Eines Tages trifft sie dort den Prinzen und seine Freunde, die sehr respektlos mit der Natur umgehen. Sie verpasst ihnen einen Denkzettel –  nun kann der Prinz die bezaubernde «Wurzelhexe» nicht vergessen. Auf einer Jagd hofft er, sie wiederzusehen. Aschenbrödel ist tatsächlich da: im gezauberten Jägerrock. Dem Prinzen gibt sie sich nicht zu erkennen, auch nicht, als sie als schöne Unbekannte auf dem Brautschau-Hofball erscheint und beide verliebt miteinander tanzen. Zwei Zaubernüsse haben Aschenbrödel bislang geholfen, die dritte entfaltet ihre Kraft erst, wenn der Prinz Aschenbrödels Rätsel gelöst hat ... „Aschenputtel“ heißt in der Sammlung der Gebrüder Grimm das um sein Erbe betrogene und als Magd gehaltene Mädchen, dessen gutes Herz und Bescheidenheit durch eine gute Fee mit dem Aufstieg zur Traumprinzessin belohnt wird. „Aschenbrödel“ nennt Ludwig Bechstein seine Version der gleichen Geschichte, die auf „Cendrillon“ von Charles Perrault zurückgeht und durch Walt Disneys Trickfilm „Cinderella“ die Herzen der Kinder erobert hat. Der tschechisch-deutsche Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ hat längst Kultstatus erreicht und die Motive der Filmmusik Karel Svobodas können inzwischen Generationen von Fans mitsummen.

■    Tickets für beide Veranstaltungen gibt es ab sofort über das Internet www.kulturhaus-torgau.de sowie telefonisch unter 03421 903523.SWB