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Für Ostern alles klar in Glossen

Mehr als 50 Zentimeter hoch ist der Osterhase, den Günter Jaeckel gedrechselt und bemalt hat. Eine Woche lang Handarbeit steckt darin. Mehr als 50 Zentimeter hoch ist der Osterhase, den Günter Jaeckel gedrechselt und bemalt hat. Eine Woche lang Handarbeit steckt darin. Foto: B. Schumann

Glossen. Traditionen in Glossen haben zu den Osterfeiertagen seit Jahren das Osterfeuer auf dem Wachtberg und das Osterwasser-Holen der Dorfkinder nach einem alten Brauch mit einem sich anschließenden Osterfrühstück. 2019 wurde erstmals auch ein mit 1000 farbigen Ostereiern geschmückter Osterbrunnen im Dorfzentrum aufgebaut, um den sich Einwohner trafen und es Überraschungen für den Dorfnachwuchs gab. Doch Corona verhinderte im letzten Jahr und wird es auch in diesem tun, dass all diese alten und neuen Traditionen weiter gemeinsam begangen werden konnten und können.

Der Vorstand des Glossener Heimatvereins unter Federführung seines Vorsitzenden Joachim Hannß hat jedoch nach Lösungen gesucht, um trotzdem zum Osterfest Zeichen für Gemeinschaft im Ort zu setzen.
Am vergangenen Wochenende wurde deshalb fleißig gewerkelt, um alle Teile zum Aufbau des Osterbrunnens fertig zu machen. Immerhin wird der mit 1000 farbigen Ostereiern geschmückt. Die alle aufzufädeln, das macht genauso Arbeit wie das Winden der Grünen Ranke für den Brunnen und das Bepflanzen der Blumenkästen zu seinem Fuße. In diesem Jahr erhält er noch zusätzlichen Schmuck. Ganz oben wird ein rund 60 Zentimeter hoher Osterhase mit Korb und einem seiner Kinder darin zu sehen sein. Gedrechselt, zusammengebaut und bemalt hat ihn Günter Jaeckel. Da für die Kinder und ihre Familien das traditionelle Osterwasser-Holen ausfällt, haben Ivonne Naumann-Stiller und ihre Kinder Ostertüten gebastelt. 36 Stück sind es an der Zahl, gefüllt mit kleinen Überraschungen. Sie werden Mitglieder des Heimatvereins des Ortes an alle Kinder bis 14 Jahre verteilen.
Da durch Corona viele Dinge in der Vereinsarbeit brach liegen und Gemeinschaft nicht offen gelebt werden kann, hat der Heimatverein auch seine Mitglieder mit einem Frühliungsblumengruß überrascht. „Viele Traditionen können durch Corona nicht fortgeführt werden. Das ist sehr schade, und es fehlt einfach nicht nur bei uns etwas, was für Dorfgemeinschaft, Miteinander und Traditionen steht“, so Joachim Hannß, Vorsitzender des Glossener Heimatvereins.  SWB/Bärbel Schumann