<< Zurück zu Elbland24.de

Die „Nixe“ setzt wieder über

Seit dem 1.  April setzt die Fähre zwischen Strehla und Lorenzkirch auf dem Elbestrom wieder  täglich über. Schiffsführer Henry Stasch gehört zu einem eingespielten Mitarbeiterteam. Seit dem 1. April setzt die Fähre zwischen Strehla und Lorenzkirch auf dem Elbestrom wieder täglich über. Schiffsführer Henry Stasch gehört zu einem eingespielten Mitarbeiterteam. Foto: H. Landschreiber

Strehla. Kein Aprilscherz: Seit dem 1. April verkehrt die Personenfähre F30 Strehla–Lorenzkirch wieder täglich. Schiffsführer Henry Stasch verrichtete den Job am Gründonnerstag, als der SWB-Redaktuer zu einem kurzen Abstecher an der Elbe Halt machte, auf der „Nixe“, wie das kleine Schiff getauft wurde, seit vielen Jahren im Zwei-Schicht-Betrieb. Er ist Teil eines eingespielten Teams, welches die anfallenden Arbeiten rund um die „Nixe“ verrichtet. Mittlerweile ist die F30 Bestandteil der Verkehrsgesellschaft Meißen mbH (VGM), wozu noch die Fähren in Coswig, Niederlommatzsch und Riesa gehören. Es gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO).  Die Personenfähre verbindet die Stadt Strehla mit Lorenzkirch, und ist die einzige Übersetzmöglichkeit zwischen Riesa und Mühlberg. Mit ihr verläuft auch der ökomenische Pilgerweg (Jacobsweg) über den Strom. Im Zusammenhang mit diesem Weg wurde im 11. Jahrhundert die Furt in Strehla erwähnt. Die Fähre existiert seit dem 15. Jahrhundert. Gerade einmal eine Minute benötigt die „Nixe“, um über den Elbestrom von der einen auf die andere Seite zu fahren. Routinierte Handgriffe bestimmen das Tun der Schiffsführer. Oftmals ist Warten auf Passagiere angesagt. Ein freundliches Wort hier, ein Lächeln im Vorübergehen da: Die Fährleute haben etwas zu erzählen, erfahren Neuigkeiten auf beiden Seiten der Elbe meist aus erster Hand und können selbst die ein oder andere Lebensweisheit mit auf den Weg geben. Seit dem 1. April ist die „Nixe“ GPS-überwacht und das Kassensystem wurde ausgetauscht: Die Fahrkarten werden wie in allen Verkehrsmitteln der VGM ausgedruckt. Mit EU-Mitteln sollen die Fähren und Fährschiffe auf Solarbetrieb umgestellt werden. Aktuell werden die technischen Möglichkeiten und Voraussetzungen abgeklopft. Aber das ist noch Zukunftsmusik … SWB/HL

Fährzeiten bis zum 30. September:
Montag bis Freitag 6–20 Uhr
Samstag, Sonntag und an den Feiertagen 
9–12 Uhr und 12.30–20 Uhr