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Kleintierzoo Strehla: Zutritts-Auflagen scheinen Besucher abzuschrecken

Wahres Kleinod: Eines der Highlights im Tiergarten Strehla ist das Streichelgehege. Um derzeit dorthin zu gelangen, bedarf es aufgrund der Corona-Bestimmungen allerdings bestimmter Voraussetzungen. Wahres Kleinod: Eines der Highlights im Tiergarten Strehla ist das Streichelgehege. Um derzeit dorthin zu gelangen, bedarf es aufgrund der Corona-Bestimmungen allerdings bestimmter Voraussetzungen. Foto: Heiko Betat

Strehla. Der Vorrat an Freizeitaktivitäten ist in Pandemiezeiten ziemlich begrenzt. Umso mehr Dankbarkeit empfindet man, wenn es in der näheren Umgebung das eine oder andere Angebot gibt, das über die weit verbreitete Ereignisarmut hinweghilft. Entsprechend groß war die Freude bei vielen Familien in der Region und darüber hinaus, als die Kunde von der Wiedereröffnung zahlreicher Zoos und Tiergärten zu ihnen drang. Auch die Strehlaer und Strehlaerinnen können sich glücklich schätzen, ein solches Ausflugsziel in ihren Stadtgrenzen zu wissen. In der gepflegten Anlage gleich hinter der Mauer des Schlossparks tummeln sich Zwergponys, Esel, Alpakas Kamerunschafe und Minischweine, herrscht Niedlichkeitsalarm beim Anblick von Waschbären, Schwarzschwanzpräriehunden, Degus, Eich- und Streifenhörnchen, Zwergkaninchen, Meerschweinchen und Farbmäusen. Echte Hingucker sind die gefiederten Schönheiten, darunter Goldfasane, unterschiedliche Sitticharten sowie die munter auf dem Teich umherschwimmenden Braut-, Kolben-, Mandarin-, Spieß-, Stock- und Krickenten. Absolutes Highlight für die Kinder ist natürlich der eigens für sie angelegte Streichelzoo, in dem die drolligen Zwergziegen die Stars sind.
Als die Corona-Verordnungen den Besuch von Freigehegen – unter bestimmten Voraussetzungen –wieder zuließ, wurde natürlich auch in Strehla geprüft, wie die Öffnung des Tiergartens erfolgen könnte. So ließ die Stadtverwaltung am zweiten Maiwochenende einen Testballon steigen und hieß an den beiden Tagen Gäste willkommen. „Die Resonanz war aber eher gering", bedauert Hauptamtsleiter Sandro Kühn, in dessen Zuständigkeit auch der Strehlaer Tiergarten liegt. „Es waren wohl insgesamt unter 100 Besucher am Samstag und Sonntag hier." Natürlich gilt die kleine, feine Freizeitstätte auch in Nicht-Pandemiezeiten mehr als Geheimtipp, die keine Massen anlockt. Doch mehr Zuspruch wäre schon wünschenswert gewesen, zumal die Öffnung mit einigem personellen Aufwand verbunden sei, so Kühn. „Normalerweise erfolgt der Zutritt über eine Kasse des Vertrauens. Nun muss am Einlass aber kontrolliert werden." Denn nur jene, die einen von einer Teststation vorgenommenen tagesaktuellen negativen Test vorlegen können oder vollständig immunisiert sind, dürfen hinein. Diesen Aufwand scheinen aber viele zu scheuen. Obwohl der geringer ist im Vergleich mit anderen Tiergärten. So wurde in Strehla bewusst auf eine Vorab-Terminbuchung verzichtet. „Das ist nicht umsetzbar", erklärt der Hauptamtsleiter, „und auch nicht erforderlich." Weil ein Besucheransturm unwahrscheinlich ist.  Am vergangenen Wochenende, bei erheblich schlechterem Wetter, hatte der Tiergarten jeweils von 14 bis 18 Uhr erneut testweise geöffnet. Nun gelte es, Aufwand und Nutzen abzuwägen, erfuhr das SonntagsWochenBlatt auf Nachfrage.  Heiko Betat