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Gelungene Storchen-Adoption in Malkwitz

Der Jungstorch bekam in Malkwitz ein neues Zuhause. Der Jungstorch bekam in Malkwitz ein neues Zuhause. Foto: Hb

Malkwitz. Für die Malkwitzer Storchenfreunde war die Freude über drei Jungstörche in diesem Jahr  sehr groß. Schon deshalb, weil in den vergangenen zwei Jahren leider kein Storchennachwuchs die Reise gen Süden antreten konnte. Es gab auch schon Pläne für ein Storchenfest unter dem Horst. Aber auch diesmal wurde die Freude schnell getrübt, als die Nachricht, dass die Jungstörche das Regenunwetter nicht überlebt haben, die Runde machte. Ihr Nest hatte sich in eine Pfütze verwandelt. Günter Grosch informierte darüber Uwe Seidel, den Regionalbetreuer sowie Beauftragten und Koordinator für Artenschutz des Weißstorches. Sein  Vorschlag, eine Adoption durchzuführen, wurde in Malkwitz gern aufgegriffen. Zumal ein kleiner Adebar von seinen Eltern in Mahlwinkel nahe Tangerhütte verstoßen worden war und dieser ein neues Zuhause suchte. Der Heimatverein lud zur Begrüßungparty ein, und so wurde das Jungtier schon von vielen Malkwitzern erwartet.

Mittels Drehleiter der Oschatzer Feuerwehr bereiteten die Storchenfreunde das Nest vor und der kleine Adebar wurde in sein neues Zuhause gesetzt. Jetzt begann das Warten, ob die Altstörche bereit sind, den Kleinen zu adoptieren. Sollte dies nicht der Fall sein, würde der Jungstorch eine Unterkunft mit Verpflegung in einem Tierpark finden. Diese Frage war aber schnell beantwortet, denn einer der Altstörche begann schon nach kurzer Zeit mit der Fütterung. Und inzwischen wechseln sich beide bei der Futtersuche ab.
Das neue Malkwitzer Nesthäkchen trägt übrigens die Ringnummer X6F91 und wurde am 11. Juli 2021 in Lohburg beringt. Sicher wird er Ende August mit den anderen Jungstörchen den Flug gen Süden antreten. Vielleicht kommt er auch mal wieder nach Malkwitz zurück, um selbst für Storchennachwuchs sorgen.  Hb