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Türmerwohnung ab August auch wochentags geöffnet

Der Oschatzer Türmer Alexander Nitsche (r.) empfing in den zurückliegenden Wochen auf St. Aegidien wieder vermehrt Schulklassen und Vorschulgruppen. Der Oschatzer Türmer Alexander Nitsche (r.) empfing in den zurückliegenden Wochen auf St. Aegidien wieder vermehrt Schulklassen und Vorschulgruppen. Foto (Archiv): Kristin Engel

Oschatz  Die historische Türmerstube im Südturm der St.-Aegidien-Kirche bleibt bis zum Ende der Saison am 31. Oktober an Wochenenden und feiertags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Ab August wird auch wieder dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr geöffnet sein. Darauf einigten sich die Mitglieder des ehrenamtlichen Türmerteams bei ihrer jüngsten Zusammenkunft. Auf der Tagesordnung stand zudem die Einteilung der weiteren Dienste.

Seit Beginn der neuen Saison gehören vier neue Gesichter zu den uneigennützig Tätigen: Marion und Andreas Schreiber, Cornelia Körber und Barbara Weißgerber. Auch der Förderverein Rettet St. Aegidien, dem das Türmerteam angegliedert ist, kann sich über drei neue Mitglieder freuen, dazu gehören Pfarrerin Susanne Linke aus Borna (Gemeinde Liebschützberg) sowie Superintendent Sven Petry.
Zudem laufen die Sanierungsarbeiten am Südturm weiter – für alle Einheimischen, Gäste und Durchreisenden weithin an Gerüst und Plane erkennbar – allesamt gute Nachrichten in zuletzt entbehrungsreichen Zeiten. In der aktuellen Saison, die coronabedingt später als sonst üblich gestartet und mit einigen Einschränkungen behaftet ist, haben bisher knapp 400 Erwachsene und Kinder den Turm erklommen. „Es ist deutlich spürbar, dass die Besucherzahl wieder zunimmt“, so Hans-Günter Sirrenberg, Vorsitzender des Vereins. Die Menschen kämen aus der mittelbaren und unmittbaren Umgebung, zumeist aus Sachsen und angrenzenden Bundesländern.
Besucher von ferneren Orten werden nun auch wieder verstärkt in der Rehaklinik Schmannewitz auf Oschatz aufmerksam. „Für einen Tagesausflug bietet sich Oschatz an, meist statten sie dann auch dem Museum, dem O-Schatz-Park und anderen Sehenswürdigkeiten einen Besuch ab“, so Sirrenberg. Messbar mehr Besucher gäbe es auf St. Aegidien auch an den Fahrtagen der Döllnitzbahn. Zusammenarbeit ist also notwendig und zahlt sich aus. Die Entscheidung, den Turm wieder wochentags zu öffnen, rührt von zahlreichen Anfragen her, die auf jüngeres Publikum abzielen. „Schulen und Kindertagesstätten, hier vor allem die Vorschulgruppen, haben die Kirche und den Turm für sich entdeckt“, so Hans-Günter Sirrenberg. Ab August sei deshalb der hauptamtliche Türmer Alexander Nitsche, unterstützt von Ehefrau Barbara, wieder im Dienst.
Parallel zu den Vorbereitungen für die weitere Öffnung der Wohnung treibt der Verein die Überarbeitung der Internetseite voran. „Sie ist neben Presse, Aushängen und Flyern ein wesentlicher Teil unserer Öffentlichkeitsarbeit“, so der Vorsitzende. Im 30. Jahr seines Bestehens hat der Verein darüber hinaus in Souvenirs investiert. Kugelschreiber, Stoffbeutel und ein Kühlschrankmagnet sind anlässlich des Jubiläums gefertigt worden. Spätestens beim Tag der Oschatzer am 21. August, bei dem der Verein mit einem Stand vertreten sein will, können diese erworben werden.
Die Eintrittspreise bleiben stabil und krisenfest: Kinder zahlen 50 Cent, Erwachsene zwei Euro. Gruppenanmeldungen sind möglich, Telefon: 03435 930 936. Bei Wahrung der Mindestabstände zwischen nicht zu einem Hausstand gehörenden Personen ist in den Innenräumen des Turms keine Maske erforderlich. Christian Kunze