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Stadtpark Oschatz auf dem Prüfstand

Schild am Eingang des Oschatzer Stadtparkes. Schild am Eingang des Oschatzer Stadtparkes. Foto: Hagen Rösner

Oschatz. Der Oschatzer Stadtpark war für Passanten und Spaziergänger gesperrt. Anfang August war es wieder passiert. Von größeren Parkbäumen waren Äste heruntergebrochen. Weil man in der Stadtverwaltung eine Gefährdung für Parkbesucher ausschließen wollte, wurde das Betreten des Parkes vorerst untersagt, entsprechende Stopp-Schilder an den Parkzuwegungen aufgestellt.

Eine ähnliche Situation hatte es genau vor einem Jahr gegeben. Im August 2020 hatte es im Stadtpark mehrere Astabbrüche gegeben. Die anschließende Sperrung dauerte bis März dieses Jahres.
„Diese Situation ist für uns in der Stadtverwaltung, aber auch für die Oschatzer Parkbesucher unbefriedigend. Aus diesem Grund haben wir uns in den letzten Wochen intensiv mit der Thematik beschäftigt und Wege für eine dauerhafte Lösung gesucht“, sagt der Oschatzer Bauamtsleiter Torsten Heinrich.
Eine dauerhafte und intensive Bewässerung der Parkbäume, um sie vom Trockenstress zu befreien, die dauerhafte Sperrung, sind ebenso keine Option, wie die Bäume umzusägen. „Andere Städte haben ähnliche Situationen in ihren Parkanlagen und aus diesem Grund haben wir uns dort nach Lösungsmöglichkeiten umgehört“, so Heinrich.
Dabei scheint dem Oschatzer Bauamtsleiter Torsten Heinrich das Dresdener Modell nachvollziehbar und auch in Oschatz umsetzbar. Dies bedeutet: „Wir führen jetzt, in dieser Zeit, in der die Astabbrüche stattfinden, eine zusätzliche Sicherheitskontrolle durch, um mögliche Gefahren zu erkennen und bei Bedarf entsprechend zu reagieren. Dann wird der Park wieder freigegeben“, so der Bauamtsleiter. „Der Besucher wird am Parkeingang auf die Gefahren hingewiesen und das Betreten erfolgt auf eigene Gefahr“, erläutert Heinrich.„Wir sind in diesem Fall nicht in der Lage, mögliche Gefahren zu 100 Prozent auszuschließen. Ein bisschen ist es, wie beim Betreten des Waldes. Auch hier können Bäume umfallen oder Äste abbrechen. Wir weisen auf die mögliche Gefahr hin, ansonsten müsste man ja den Park dauerhaft schließen.“ Der Sachstand des Grünast-Abbruches kann jederzeit und an jedem Ort, wo Bäume stehen, passieren, so der Amtsleiter. „Die Prüfung erfolgte und der Zustand der Sperrung wurde aufgehoben, die Besucher dürfen die Parkwege wieder benutzen“, so Heinrich.  HR