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Adventskalender und Räuchermänner im Oschatzer Stadtmuseum

Klaus Brode aus Eilenburg steuerte selbst gefertigte Räuchermännchen der Weihnachtsausstellung bei. Klaus Brode aus Eilenburg steuerte selbst gefertigte Räuchermännchen der Weihnachtsausstellung bei. Foto: Museum

Oschatz. Was wäre die Weihnachtszeit ohne typische Weihnachtsdekoration im Haus oder ohne den Adventskalender, der die Wartezeit bis zum Weihnachtsfest verkürzen und die Vorfreude darauf steigern soll?

In der Weihnachtsausstellung, die an diesem Samstag im Stadt- und Waagenmuseum Oschatz eröffnet wird und am 2. Januar 2022 endet, können zahlreiche Adventskalender aus der Sammlung von Cornelia Richtarsky aus Machern bestaunt werden. Sie sammelt seit rund 45 Jahren hauptsächlich die klassischen Kalender aus Papier, bei denen sich hinter jedem Fenster ein Bild versteckt. Die Vielfältigkeit der Motive aus den vergangenen 90 Jahren ist erstaunlich und spiegelt den Geschmack der jeweiligen Zeit-epoche deutlich wider.
Am Eröffnungstag führt die Sammlerin zwischen 13.30 Uhr und 17 Uhr gern durch die Ausstellung und stellt einen Teil ihrer Sammlung vor.
Klaus Brode aus Eilenburg ergänzt die Ausstellung mit ganz besonderen Räuchermännchen. Er fertigt diese selbst an, formt und bemalt die Figuren und setzt dabei auf ungewöhnliche Motive. Die Vorbilder für seine kleinen Kunstwerke stammen aus der Geschichte, dem Handwerk, aus der Märchenwelt, aus Funk und Fernsehen und natürlich aus dem Erzgebirge. So stehen neben dem klassischen Bergmann auch der altägyptische König Tutanchamun, eine Thüringer Kloßfrau und berühmte Persönlichkeiten wie der Virologe Christian Drosten nebeneinander in der Vitrine.
Dass es in Oschatz einst eine Christbaumschmuckfabrik gab, wissen nur die wenigsten. Hier wurden bis 1958 neben Schneemännern und Schneebällen aus Watte auch Engelchen, Weihnachtsmänner und Lametta für den Advent und die Weihnachtszeit, glückbringende Symbole zum Jahreswechsel, niedliche Küken und Häschen für Ostern sowie hübsche Püppchen zum Schulanfang produziert. Eine Auswahl der figürlichen Festartikel ist in der Sonderausstellung zu bestaunen.
Das Stadt- und Waagenmuseum Oschatz freut sich ab diesem Samstag auf viele Besucher in der Sonderausstellung „Weihnachten mit untypischen Räuchermännern, besonderen Adventskalendern und Oschatzer Zwergen“. Geöffnet ist dienstags bis donnerstags von 10 bis 12.30 Uhr und von 13 bis 17 Uhr sowie freitags bis sonntags von 13.30 bis 17 Uhr. Vom 24. bis 26. Dezember sowie am 31. Dezember bleibt das Museum geschlossen. PM