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Fotos in der Stadtbibliothek Oschatz

Winterliche Stimmung in der Heimat – Andreas Görl zeigt eines seiner ausgestellten Fotos in der Stadtbibliothek. Winterliche Stimmung in der Heimat – Andreas Görl zeigt eines seiner ausgestellten Fotos in der Stadtbibliothek. Foto: Christian Kunze

Oschatz. In der Stadtbibliothek geben sich lokale Künstler die Klinke in die Hand: Auf Janett Rohnstock und Marcus Scholze folgte Andreas Görl. Seine großformatigen Fotos werfen einen Blick auf seine jetzige und seine frühere Heimat – beide teilt der 42-Jährige mit den Besuchern der Ausleihe.
Aufgewachsen im 800-Seelen-Dorf Pomßen bei Naunhof und im Alter von 30 Jahren der Liebe wegen nach Oschatz gekommen, ist Görl sowohl an der Döllnitz als auch im Muldental zu Hause. Der Blick aus seinem einstigen Kinderzimmer im Winter findet sich unter den zwölf Motiven ebenso wie Ansichten von Oschatz, Grimma, dem Liebschützberg voll Raps oder Naturschauspielen während der vier Jahreszeiten an nicht sofort erkennbaren Plätzen der Oschatzer Umgebung. „Hier lohnt es sich, näher heranzutreten und Details zu entdecken“, lädt Görl ein.
Mit der Geburt seiner Söhne vor neun und elf Jahren begann sich der Kfz-Servicetechniker verstärkt für Fotografie zu interessieren. Wollte er anfangs nur deren Kinderzeit und das Heranwachsen dokumentieren, wurde daraus schnell mehr. Inzwischen ist er Fotograf im Nebenerwerb, bietet Shootings an, fotografiert Landschaften, Menschen, Veranstaltungen – und teilt diese Leidenschaft mit anderen. Zweimal bereits versteigerte er eigene Motive auf Leinwand für einen guten Zweck, half so der Verkehrswacht Oschatz und der Benefizaktion „99 Kinderaugen leuchten“ von Steven Dornbusch. Nach der Premiere im E-Werk folgte seine zweite Ausstellung. Das große Geld machen möchte er mit seinen Bildern nicht. Vielmehr möchte er in einer erneut sehr tristen Zeit für Stimmung sorgen. „Meine Fotos sollen lokale Lichtblicke sein und ich freue mich, wenn ich meine besonderen Beobachtungen auch anderen zeigen kann“, sagt er.
Die Schau trägt den Namen „pixxelgewitter“, angelehnt an Görls Internetseite und seinen Auftritt in sozialen Netzwerken. Wetterphänomene spielen passend dazu meist auf seinen Bildern eine Rolle.
Zu sehen sein sollen die Aufnahmen bis Februar 2022. Danach, so war von Bibliotheksleiterin Anett Hacker zu erfahren, soll es ebenfalls lokal weiter gehen. Geplant ist eine Ausstellung von Schülerarbeiten des Thomas-Mann-Gymnasiums, wie es sie in der Ausleihe in den vergangenen Jahren schon des Öfteren gab. cku
Weitere Einblicke auf: www.pixxelgewitter.de