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Laufen für den guten Zweck – Joe-Polowsky-Gedächtnislauf am 20. Mai auf dem LAGA-Gelände Torgau

Peter Nowack, Leiter des Johann-Walter-Gymnasiums in Torgau ist quasi der Schirmherr des Joe-Polowsky-Gedächtnislaufes, der am 20. Mai ab 15 Uhr gestartet wird. Foto: SWB/HL Peter Nowack, Leiter des Johann-Walter-Gymnasiums in Torgau ist quasi der Schirmherr des Joe-Polowsky-Gedächtnislaufes, der am 20. Mai ab 15 Uhr gestartet wird. Foto: SWB/HL

Torgau, 12. 5. 2022. Mitte der 1990er-Jahre hatten Eberhard Henke und Peter Nowack vom ehemaligen Torgauer Joe-Polowsky-Gymnasium die Idee, einen Spendenlauf ins Leben zu rufen. Der alle zwei Jahre stattfindende Joe-Polowsky-Gedächtnislauf ward geboren. Zur Erinnerung. Der ehemalige US-amerikanische Soldat wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs durch das erste Zusammentreffen US-amerikanischer und sowjetischer Truppen an der Elbe in der Nähe von Torgau weltberühmt.  Fortan blieb er dem „Schwur an der Elbe“ treu. Er wurde 1983 auf dem evangelischen Friedhof in Torgau beerdigt. Ihm zu Ehren wird der Elbe Day gefeiert. Dann wurde die Schule geschlossen, aber der Gedächtnislauf überlebte, wurde vom Johann-Walter-Gymnasium übernommen. „Der Grundgedanke war immer, sportliche Betätigung mit einem guten Zweck zu kombinieren“, erinnert sich Peter Nowack, Leiter des Johann-Walter-Gymnasiums (JWG). Anfangs drehten die SchülerInnen einsam und allein ihre Stadionrunden, fast ohne Öffentlichkeit. „Seit 2014 ist unser Gedächtnislauf quasi der Vorlauf des Torgauer City-Nachtlaufs. Wir waren uns mit den Organisatoren, Mirko Kartheuser vom gleichnamigen Küchenstudio und Sven Kaminski vom Kreissportbund Nordsachsen, schnell einig.“ Neben der sportlichen Betätigung stand auch die Belebung der Torgauer Innenstadt im Mittelpunkt. Wer sich erinnert, wird vor seinem geistigen Auge schnell wieder dem vollen Marktplatz gewahr. Die Laufveranstaltung im Herzen Torgaus hatte längst Volksfestcharakter erlangt und die Innenstadt belebt. Dann kam Corona. Die letzte Auflage des Gedächtnislaufes fand 2018 statt, sodass die SchülerInnen des JWG nach vier Jahren wieder die Laufschuhe für einen guten Zweck schnüren und zwar am Freitag, 20. Mai, von 15 bis 18 Uhr. Start- und Zielbereich ist der Pestalozziweg/Ecke Schlachthofstraße, die Strecke führt über das Landesgartenschau-Gelände. „Für unsere SchülerInnen  ist es eine freiwillige Pflichtveranstaltung“, erklärt Peter Nowack mit einem Lächeln. „Im Vorfeld hat der Schülerrat über die Spendenvergabe beraten – ganz demokratisch.“ Ein Drittel der Einnahmen werden für ein überregionales Projekt, in diesem Jahr wird die Bärenherzstiftung bedacht, eingesetzt. Ein Drittel kommt einem regionalen Projekt, der städtischen Ukrainehilfe, zugute und ein Drittel geht in die Klassenkassen. Dazu gehören auch die Einnahmen des Kuchenbasars und des Verkaufs von Grillwaren. Aber den Löwenanteil der Einnahmen „erlaufen“ die SchülerInnen im Wortsinn. Mit Eigeninitiative haben sie sich einen Sponsor, der ihre sportliche Leistung entsprechend honoriert, gesucht. Theoretisch sind 692 SchülerInnen laufberechtigt. „Wir haben aber 800 Startnummern geordert“, so Peter Nowack. „Wenn Geschwister, Eltern oder ehemalige Schüler mitlaufen möchten – kein Problem.“ An der Strecke sorgen die JWG-Schülerband, die Schalmeien aus Audenhain und eine Trommlergruppe aus Dommitzsch für Stimmung und Motivation für die LäuferInnen. Nach vier Jahren Pause sorgt der Joe-,Polowsky-Gedächtnislauf wieder für ein Gemeinschaftsgefühl, eine gute Außendarstellung des Gymnasiums und die Unterstützung von Projekten. Schon dafür lohnt es sich, ein paar Kilometer abzuspulen …

SWB/HL

Joe-Polowsky-Gedächtnislauf am Freitag, 20. Mai, von 15 bis 18 Uhr